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Geschichte des NLC

Die Vorgeschichte

Hier soll nur ein kurzer Abriss zur Geschichte des Nürnberger Lederclubs folgen. Dazu muss aber auch auf die Geschichte der Lederclubs eingegangen werden.

Aus Wikipedia:
Ursprünglich identifizierten sich die Ledermänner mit den Rockern, jenen in der Öffentlichkeit als besonders männlich und aktiv, aber auch als aggressiv angesehenen Motorrad fahrenden und in Leder gekleideten Männern; eine Erscheinung, die damals in der Öffentlichkeit oft als Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde. In den normalen Schwulenbars waren diese Ledermänner meist nicht gern gesehen, oft wies man ihnen die Tür.
Kommerziell betriebene Treffpunkte für Ledermänner waren in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts noch nicht ausreichend vorhanden. Um das gemeinsame Interesse an dem Fetisch Leder ausleben zu können, gründeten sich Vereine, auch als Lederclubs bezeichnet. Da damals eine Eintragung eines homosexuellen Vereins nicht unproblematisch war, wurden viele Vereine unter dem Deckmantel eines Motorsportclubs gegründet. Aus diesem Grund tragen auch heute noch viele Lederclubs in Europa das "MSC" im Vereinsnamen.

Anfang der 1970er Jahre entstanden in den USA und in Europa die ersten Lederbars, in die nur Personen mit Lederkleidung Einlass fanden.

Als erstes reines Lederlokal in Deutschland entstand 1971 die "Loreley-Bar" in Hamburg. Lokale in Berlin, in Frankfurt am Main und in München folgten.
1974 gründete sich in London die ECMC, die European Confederation of Motorcycle Clubs, ein Zusammenschluss von Lederclubs aus den verschiedensten europäischen Ländern. Im Jahre 2007 waren in der ECMC ca. 6000 Mitglieder aus 50 Lederclubs europaweit organisiert.


Die Gründung des NLC

Erste Gründungsgespräche zur Gründung eines Lederclubs in Nürnberg fanden im Mai 1985 statt.
Der FLC Nürnberg (Fränkischer Lederclub) wurde am 1. Juli 1985 gegründet und benannte sich am 15. Juli 1985 in NLC Franken um.

Bereits im gleichen Jahr wurde der NLC zur Probe in die ECMC (European Confederation of Motorcycle Clubs) und die SKVdC (Ständige Konferenz der Vertreter deutschsprachiger Clubs - heute LFC Leder- und Fetisch-Community - Die Vereinigung deutschprachiger Lederclubs) aufgenommen.

Im Dezember 1985 fand das erste - noch sehr kleine und provisorische - Christkindlesmarkttreffen statt. Im damaligen Clublokal "BOOTS" in der Hinteren Ledergasse wurde gefeiert, was das Zeug hält!

1986 spaltete sich der Club in den NLC und den FLC, vereinigte sich aber im Januar 1987 wieder zum NLC Franken.


Das erste Theaterstück

Zwischenzeitlich fand aber noch - im Dezember 1986 - das 2. Christkindlesmarkttreffen des NLC statt.
Nach der Begrüßung am Freitag im "BOOTS" gab's am Samstag erst Kaffee und Kuchen in der "AMICO BAR", anschließend wurde der Christkindlesmarkt besucht. Abendessen gab's deftig-fränkisch im "Kettensteg", und um 21.00 Uhr nahm das Drama seinen Lauf:
Im Stadtteilzentrum DESI gaben sich Peter Stegbauer, Norbert Steffen, Günter Hollweck, Peter Kretschmer, Michael Helbig, Reinhold Ehrlinger, Manfred Hanisch und - als Salome, Tochter des Herodias, Stieftochter des Herodes - Heinz "Grenzschutzgretel" Heidingsfelder die Ehre in
SALOME
oder
"Wie ein anständiges Nürnberger Bürgermädel der Sinnlichkeit verfiel"
.

Und damit war es endgültig zur Welt gekommen: Das berühmte Christkindlesmarkttreffen des NLC mit seiner alljährlich stattfindenden Premiere des Theaterstückes der Theatergruppe des NLC - seit 2002 erwachsen geworden und als Schlampenlichter bekannt.


Der erste Campus

1987 fand dann der erste Campus des NLC statt - eine Outdoorveranstaltung für Motorrad- und andere Freaks. Jahre später eingeschlafen wurde der Campus im Jahr 2005 wiederbelebt.
Und 1988 gab's auf dem Campus sogar eine Theateraufführung: "Schneewittchen" wurde im Freien gegeben und brachte das Publikum zum Schreien.

Generationenwechsel

Im Sommer 1989 - die Grenzen zur DDR waren noch nicht offen! - gab's dann einen Generationenwechsel in der Vorstandschaft. Originalzitat aus den damaligen Clubnachrichten: "...das Durchschnittsalter der Vorstandschaft hat sich fast um 20 Jahre verjüngt..."

Heinz Heidingsfelder - vielen besser bekannt als "Grenzschutzgretel" - wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Der Club führte weiterhin seine regelmäßigen Veranstaltungen (Campus, Brunchs, Christkindlesmarkttreffen) durch. Das Vereinsleben ließ allerdings zu wünschen übrig, und so kam man 1993 zum Entschluss, den Verein nur noch als Arbeitsgemeinschaft weiter zu führen - mit allen Veranstaltungen, die es bereits gab. Der NLC wurde dennoch als Verein weitergeführt.


Neugründung

Im Oktober 1995 wurde dann der NLC neu gegründet. 1. Vorsitzender wurde Dr. Stefan Thürmer, 2. Vorsitzender Sugar, Schriftführer Olaf Schulmeistrat und Pressewart Thomas Späth (heute Schulmeistrat).
Der Verein wurde ordnungsgemäß beim Registergericht angemeldet und eingetragen.

Und das Vereinsleben nahm seinen Lauf. Natürlich gab's auch in den kommenden Jahren immer wieder mal Querelen. Aber das Vereinsleben lief.

Am 1. Juni 1996 fand die erste Party in den clubeigenen Räumen im "Schnieglinger Keller" statt.

Bis 2006 fanden im "Schnieglinger Keller" zahlreiche Partys statt - leider stand uns der "Keller" danach nicht mehr zur Verfügung.


Und wieder was Neues

2006 muss der Verein die Räume in der Schnieglinger Straße verlassen und sich gleichzeitig mit der Tatsache befassen, dass einem Vorstandsmitglied "mangelnde Distanz zu rechtsradikaler Symbolik" vorgeworfen wird. Der damalige Vorstand des Vereins reagiert zunächst gar nicht und dann zu spät - das Thema bewegt monatelang die Nürnberger Szenepresse.

Im Juni 2006 wird ein neuer Vorstand gewählt und damit beauftragt, das Clubleben in gerade und beruhigte Bahnen zu lenken, und dies tat er auch. Der Club suchte sich ein neues Vereinslokal, den "Pranger".

Die "Schwarzen Schafe" gründen sich aus ehemaligen Mitgliedern des NLC und veranstalten ihre Partys im bekannten "Schnielinger Keller".


Am Pranger...

... stehen möchte so manch einer gerne und freiwillig, aber zuvorderst handelte es sich hier erstmal um das Clublokal des NLC.
Mitten im Nürnberger Rotlichtbezirk, in der aufsteigenden Ottostraße, zwischen Hauptfeuerwache, Polizeipräsidium, Weißem Turm und Frauentormauer liegt es: Ein früheres Animierlokal hat sich gewandelt zu einem animalischen Lokal mit Zutritt nur für Männer und solche, die es werden wollen.

Hergerichtet von unseren Clubmitgliedern Ric und Dirk und betrieben von Clubmitglied Frank hat sich der "Pranger" zu einem festen Bestandteil der Nürnberger Szene entwickelt.

Und mit unseren Freunden von den "Schwarzen Schafen" verstehen wir uns mittlerweile bestens. Zum 23. Christkindlesmarkttreffen des NLC haben wir aufgrund der großen Nachfrage unsere Partys bereits auf unser Vereinslokal und den "Schnieglinger Keller" aufgeteilt und dies auch 2008 fortgesetzt.


Und wieder was Neues

Ab September 2008 kehrte der NLC wieder in die altbekannten Räume im "Schnieglinger Keller" zurück.
Die monatlichen Partys finden dort ebenso statt wie die Veranstaltungen zu unseren Events, aber auch FetishU33@Nuremberg trifft sich dort - im Basement - U30.


Schluss - vorläufig

Und damit soll's erstmal genug sein mit der "kurzen" Geschichte des Nürnberger Lederclubs.

Kommt uns besuchen und feiert mit uns; werdet Mitglied und arbeitet mit uns (und feiert auch) - Hauptsache, wir sehen uns!

Die Vorsitzenden des Nürnberger Lederclubs findest Du hier.